White Label Kosmetik Definition
Als White Label Kosmetik bezeichnet man standardisierte und häufig bereits vorproduzierte Kosmetik Produkte, die mit deinem Logo versehen werden. Standardisiert meint, die Formulierung und Verpackung sind bereits festgelegt und können nicht verändert werden.
White Label Kosmetik vs. Private Label Kosmetik
White Label Kosmetik wird häufig fälschlicherweise mit Private Label Kosmetik in einen Topf geworfen.
Das liegt auch daran, dass einige Hersteller Private Label das nennen, was andere Hersteller White Label nennen.
Hier ist, wo wir, und ich glaube die Mehrheit, den Unterschied macht:
Private Label Kosmetik
Im Grunde genommen sind Private Label Kosmetik, Produkte, die von einem Unternehmen hergestellt, aber unter dem Namen einer anderen Marke verkauft werden. Sie können vorproduziert sein (White Label) oder nur für dich hergestellt werden.
Unabhängig davon, ob sie vorproduziert sind oder nicht, ist die Formulierung in jedem Fall bereits festgelegt.
Während du die Formulierung in der Regel nicht wesentlich ändern kannst, kannst du jede beliebige Verpackung wählen.
White Label Kosmetik
Nach unserem Verständnis ist White Label Kosmetik eine Unterkategorie der Private Label Kosmetik.
Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie vorproduziert sind.
Weder die Inhaltsstoffe noch die Verpackung können geändert werden. Das Einzige, was angepasst werden kann, ist der Aufdruck oder das Etikett auf der Verpackung.
Auf diese Weise kannst du dein Logo auf fertige Produkte aufbringen.
100+ Vorgefertigte Formulierungen
- Startet ab 250‑1000 Einheiten (MOQ)
- 100% Transparente Preise
- “Ready-To-Go” Optionen verfügbar
Vorteile
Vorteile von White Label Kosmetik
Es gibt einige Vor- und Nachteile, wenn du dich für die Zusammenarbeit mit einem White-Label-Hersteller entscheidest.
Hier die beiden wichtigsten Vorteile:
1. Kurze Produktionszeit
Da White Label Kosmetik Produkte (wie wir sie definieren) vorproduziert sind, verkürzt sich die Produktionszeit drastisch. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist das Bedrucken oder Etikettieren der Produkte mit deinem Logo.
Auf diese Weise kannst du deine Produkte innerhalb weniger Tage oder Wochen auf den Markt bringen.
2. Niedrigere Mindestbestellmengen (MOQ)
Während die Mindestbestellmengen (MOQ) bei den meisten Kosmetikherstellern in der Regel zwischen 3.000 und 5.000 Einheiten liegen, kannst du White Label Kosmetik teilweise bereits ab einer einzigen Einheit bekommen.
Das minimiert deine Anfangsinvestition und dein damit verbundene Risiko.
Diese Möglichkeit kann ein großer Vorteil für diejenigen sein, die eine Kosmetiklinie Stück für Stück aufbauen wollen.
Nachteile
Nachteile von White Label Kosmetik
Wenn sich das für dich zu schön, um wahr zu sein, anhört, muss ich dir leider sagen, dass es bei White Label Kosmetik auch einige große Nachteile gibt.
1. Hohe Stückpreise
Pro Stück kosten White Label Kosmetika in der Regel deutlich mehr als Private Label Kosmetikprodukte, die nicht vorproduziert sind.
Das liegt an den geringen Mindestabnahmemengen.
Als Faustregel gilt:
Je höher die Bestellmenge, desto geringer der Stückpreis.
Um dir die Preisunterschiede näherzubringen, haben wir eine Tabelle mit groben Preisschätzungen für White Label Kosmetik ab einer Einheit und Private Label Kosmetik ab 1000 Einheiten zusammengestellt.
2. Wenig Individualisierung
Wie bereits erwähnt, ist das Einzige, was du bei White Label Kosmetik individuell gestalten kannst, das Anbringen deines Logos.
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Bedrucken oder Etikettieren.
Welche Möglichkeit du für deine Produkte hast, hängt vom Anbieter der White Label Kosmetik ab.
Versuche, einen White Label Kosmetik Anbieter zu finden, der Bedrucken anbietet. Bei den meisten Kosmetikprodukten sieht das Bedrucken einfach viel besser aus als das Aufkleben eines Etiketts (es gibt Ausnahmen, vor allem bei Skin Care, bei denen das Etikettieren die bessere Wahl sein kann).
Aber auch wenn du dein Logo auf ein Produkt druckst, ist es schwer, sich mit einem Produkt abzuheben, das auch von vielen anderen Marken unter anderem Namen verkauft wird.
3. Schlechte Qualität
Wir haben viele White Label Kosmetikprodukte getestet und oft festgestellt, dass sie von mäßiger oder sogar schlechter Qualität sind.
Und das macht durchaus Sinn.
Die meisten hochwertigen Inhaltsstoffe erfordern hohe Abnahmemengen und sind kostspielig in der Beschaffung.
Wenn du für eine Firmenveranstaltung eine kleine Charge Lippenstifte mit deinem Logo herstellen lassen möchtest, mag die Qualität in Ordnung sein.
Wenn du jedoch Kosmetik im höheren Preissegment verkaufen möchtest, benötigst du eine hochwertige Formulierung und Verpackung. Dieses Qualitätsniveau wirst du bei White Label Kosmetik Herstellern wahrscheinlich nicht finden.
4. Begrenzte Produkt Auswahl
Da ein Hersteller von White Label Kosmetik seine Produkte auf Lager haben muss, sind die verfügbaren Optionen begrenzt.
Sie konzentrieren sich in der Regel nur auf die meistverkauften Kosmetikprodukte.
Du wirst bei einem Anbieter von White Label Kosmetik keine Nischen- oder einzigartigen Produkte finden.
Während du zum Beispiel einen White Label Lippenstift leicht finden kannst, wirst du es schwer haben, ein White Label Wimpernserum oder eine White Label getönte Feuchtigkeitscreme zu finden.
Guide
Wie Du Mit White Label Kosmetik Startest
Auch wenn wir als Private Label Kosmetik Hersteller natürlich von unserem Service und den Vorteilen ggü. White Label Anbietern überzeugt sind, möchten wir dir einen Weg aufzeigen mit White Label Kosmetik zu starten.
1. Wähle einen White Label Kosmetik Hersteller
Zuerst musst du dich für einen White Label Kosmetik Hersteller entscheiden.
Einige beliebte Optionen sind:
2. Erstelle einen Online Shop
White Label Kosmetik kannst du aufgrund der hohen Stückpreise praktisch nur über einen eigenen Online Shop profitabel verkaufen.
Ist jemand dazwischen geschalten, wie z.B. ein Retailer, wirst du keine Gewinnmarge mehr haben.
Für Anfänger eignet sich Shopify am besten. Es kostet ca. 30€ pro Monat und du kannst im Handumdrehen einen eigenen Online Shop erstellen.
Was viele nicht wissen, selbst große Brands, wie Rhode von Hailey Bieber oder SKKN von Kim Kardashian, nutzen Shopify.
100+ Vorgefertigte Formulierungen
- Startet ab 250‑1000 Einheiten (MOQ)
- 100% Transparente Preise
- “Ready-To-Go” Optionen verfügbar
3. Plane den Versand
Für die Bestellabwicklung und den Versand hast du zwei Möglichkeiten:
- Selbst versenden
- Fulfillment Dienstleister beauftragen
Ersteres ist sicherlich die naheliegendere Option. Gerade für den Start sparst du dir so die Fixkosten, die normalerweise bei einem externen Versanddienstleister anfallen.
Sobald dein Geschäft etwas angelaufen ist, kannst du immernoch auf ein externen Partner wechseln. Hierbei ist aber wichtig zu wissen, dass dieser Service (Verpacken und Versenden) mind. 2–3€ je Bestellung kostet zzgl. Versandkosten.
Stelle also sicher, dass deine Gewinnmarge diese zusätzlichen Kosten zulässt.
4. Starte dein Marketing
Ohne Marketing Maßnahmen wirst du bald feststellen, dass dein Online Shop kaum Besucher haben wird.
Für den Start empfehle ich dir mit TikTok dein Glück zu versuchen. TikTok eignet sich besonders gut, weil der Algorhytmus anders als Instagram oder Facebook funktioniert.
Deine Followeranzahl hat keinen Einfluss auf die Reichweite deiner Posts.
Du kannst mit einem völlig neuen Account (ohne Follower) Million von Aufrufe erzielen.
Das ist bei keiner anderen Social Media Plattform so einfach möglich.
5. Wechsel zu Private Label Kosmetik
Sobald du genügend White Label Produkte verkauft hast, um das anfängliche Einkaufsvolumen von Private Label Kosmetik zu decken, solltest du auf jeden Fall umsteigen.
Es ist es an der Zeit dich und deine Marke zu professionalisieren.
So kannst du individuelle Produkte herstellen, die besser zu deiner Markenidentität und deinen Vorstellungen passen.
Außerdem wirst du wesentlich höhere Gewinnmargen haben, da der Stückpreis viel geringer ist.





