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Deine eigene Kosmetik herstellen lassen: Ultima­tiver Guide (2024)

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In einer Zeit, in der Makeup- und Hautpfle­ge­marken über Nacht zum Erfolg werden, kann der Einstieg in die Welt der Kosme­tik­her­stellung sowohl aufregend als auch einschüch­ternd sein.

Die Wahrheit ist, dass diese “Über Nacht Erfolge” nicht zufällig entstanden sind.

Die meist­ver­kauften Kosme­tik­marken sind das Ergebnis eines gut durch­dachten Marken­plans, der auch das herstellen lassen von Kosmetika durch Dritte beinhaltet.

Die gute Nachricht ist, dass auch neuere und kleinere Marken Zugang zu denselben Kosme­tik­ex­perten und erstklas­sigen Produk­ti­ons­an­lagen haben wie die großen Marken.

In diesem Leitfaden erfährst du alles, was aufstre­bende Marken über die Herstellung von Kosmetik wissen müssen.

Schritt 1

1. Identi­fi­ziere Deinen Zielmarkt

Der erste Schritt, wenn du Kosmetik herstellen lassen möchtest, besteht darin, zu entscheiden, ob dein Sortiment den Massen­markt, den mittleren Markt oder den gehobenen Markt ansprechen soll.

Es ist hilfreich, die wichtigsten Marken in jedem Markt zu identi­fi­zieren, um zu entscheiden, wo dein Sortiment ins Bild passt.

identifizeire deinen zielmarkt illustration

Du kannst die Markt­po­sition bekannter Marken nutzen, um dein eigenes Produkt­sor­timent, deine Preis­stra­tegie und deine Marken­bot­schaft zu entwi­ckeln.

Massen Markt

Nivea Logo
Loreal Logo
Maybelline New York Logo

In der Welt der Kosme­tik­her­stellung ist “Massen­markt” ein Synonym für “Droge­rie­k­os­metik”. Die Produkte in dieser Kategorie sind leicht zugänglich, erschwinglich und haben einen hohen Wieder­erken­nungswert.

Nivea, L’Oréal, Maybelline und Neutrogena sind einige der Marken, die diesen Bereich sowohl definieren als auch dominieren.

Der Massen­markt umfasst eine Vielzahl von Preis­klassen, die im Vergleich zu Nischen- und Luxus­kos­metik relativ erschwinglich sind.

Auch wenn dies ein erstre­bens­werter Bereich für eine Marke sein kann, ist es wichtig zu bedenken, dass deine neue Kosme­tik­marke in direktem Wettbewerb mit etablierten und vertrauten Marken steht, die von den multi­na­tio­nalen Konzernen stark vermarktet und vertrieben werden.

Wenn du Kosmetik für den Massen­markt verkaufst, ist der Preis besonders heikel. Es handelt sich um eine sehr preis­sen­sible Kategorie, in der die Zielkunden bei Preis­er­hö­hungen zwischen den Marken wechseln werden.

Um auf diesem umkämpften Markt erfolg­reich zu sein, nutzen Marken die Massen­pro­duktion, um den Preis pro Einheit zu senken.

Du kannst mit den Preisen deiner Konkurrenz nur mithalten, wenn du extrem hohe Mengen produ­zierst. Vor allem, wenn du gerade erst anfängst, könnte das ein zu großes Risiko sein.

Mittlerer Markt

Clinique Logo
Mac Cosmetics Logo
Kylie Cosmetics Logo

Kosmetik-Kunden im mittleren Markt­segment sind bereit, für bessere Qualität, Nischen­in­halts­stoffe und schöne Verpa­ckungen mehr zu bezahlen.

In dieser Kategorie finden sich “Einkaufszentren”-Makeup-Marken wie MAC, Clinique, Kylie­C­os­metics und Origins.

Auch wenn die Produkte dieser Kategorie von den Kunden nicht als Luxus­ar­tikel angesehen werden, gibt es ein ausge­wo­genes Verhältnis von Qualität und Preis, das Käufer/innen aus der Mittel­klasse anzieht, die Wert auf Qualität legen.

Kosme­tik­pro­dukte der mittleren Preis­klasse haben in der Regel auch ein Allein­stel­lungs­merkmal (USP), das den etwas höheren Preis recht­fertigt.

Mögliche Allein­stel­lungs­merkmale sind z. B. schöne Verpa­ckungen oder natür­liche Inhalts­stoffe.

High-End Markt

Estée Lauder Logo
Dior Logo
Chanel Logo

Prestige, Exklu­si­vität und höchste Qualität sind die Merkmale von Kosmetik im High-End-Markt. Dieser Bereich wird von klassi­schen Designer­marken besetzt.

Denk an Chanel, Estée Lauder, Lancôme und La Mer. In diesem Markt löst der Anblick einer Marken­tasche ein Gefühl der Begeis­terung aus!

Es steht außer Frage, dass der Einstieg in den High-End-Markt erstklassige Inhalts­stoffe, hochwertige Formu­lie­rungen und ein Marken­image erfordert, das die Exklu­si­vität unter­streicht.

In dieser Kategorie ist ein höherer Preis eher ein Verkaufs­ar­gument als eine Abschre­ckung. Die Kunden sind bereit, hohe Preise zu zahlen, um in den Genuss des mit diesen Marken verbun­denen Prestiges zu kommen.

High-End-Käufer/innen suchen ausschließlich nach teuren Marken, weil höhere Preise den Luxus und die Exklu­si­vität, die sie an Produkten schätzen, verstärken.

Schritt 2

2. Wähle Deine Kategorie und Produkte

Sobald du den Platz deiner Marke auf dem Markt bestimmt hast, ist der nächste Schritt die Erstellung eines Sorti­ments.

Bei diesem Schritt geht es vor allem darum, zu bestimmen, mit welche Kosmetik Produkte du zu Beginn herstellen lassen möchtest.

Wähle deine Produkte Illustration

Hier ist ein Leitfaden für die Zusam­men­stellung deines Sorti­ments nach Kategorien:

Lege ein Budget für die Herstellung von Kosmetik fest

Bevor du deine Kosmetik-Linie planst, solltest du ein Budget aufstellen, wie viel du in deine erste Produk­ti­ons­charge stecken kannst.

Während einige Marken von Anfang an in mehrere Produkte inves­tieren, finden andere es finan­ziell vorteil­hafter, ein einziges Produkt als Durch­bruchs­produkt zu pushen, das den Rest der Linie voran­treibt.

Eine Produkt­linie mit mehreren Produkten bietet jedoch die Möglichkeit, den durch­schnitt­lichen Warenkorb zu erhöhen, da Kunden mehrere Produkte zusammen kaufen können.

Inden­ti­fi­ziere deine Nische

In der umkämpften Welt der Kosmetik kann es ein echter “Game Changer” sein, eine Nische zu finden, in der deine Marke heraus­sticht.

Um eine profi­table Nische zu finden, solltest du Produkte in Betracht ziehen, die auf dem aktuellen Markt fehlen.

Du kannst sogar Umfragen oder deine eigenen Erfah­rungen nutzen, um unter­ver­sorgte Kunden zu finden, die nach bestimmten Lösungen für ihre Beauty­routine suchen.

Wähle die Einstiegs­pro­dukte für deine Kosme­tik­linie

In einer Welt, in der Makeup-Sets regieren, ist es klug, strate­gische Releases in Kategorien zu planen, anstatt mit Produkten herum­zu­springen.

Denke an die Nachfrage nach Lippen- oder Augen-Kits.

Bevorzuge die koordi­nierte Veröf­fent­li­chung von Lippen­stift, Gloss und Lipliner, anstatt zwischen Lippen­stift und Mascara zu wechseln.

So hat deine Marke die Chance, ihre Stärke in einer Kategorie unter Beweis zu stellen, bevor sie expan­diert.

Schritt 3

3. Lege den Preis fest bevor du Kosmetik herstellen lässt

Die Festlegung des Stück­preises ist kein Ratespiel.

Sobald du die Produkte identi­fi­ziert hast, die du zuerst entwi­ckeln und auf den Markt bringen willst, kannst du mit Hilfe von einfacher Markt­re­cherche heraus­finden, welche Konkur­renten um deine Zielgruppe ringen.

lege den preis fest illustration

Eine neue Marke, die zum Beispiel Bronzer auf den Markt bringen möchte, sollte einen Durch­schnitts­preis unter den Wettbe­werbern ermitteln, die ähnliche Produkte anbieten.

Wenn eine Marke im Vergleich zu ihren Konkur­renten besondere Vorteile und eine Premi­um­qua­lität bietet, kann sie auch einen höheren Durch­schnitts­preis ansetzen.

Die Preis­ge­staltung sollte auch auf die Bedürf­nisse und Kaufge­wohn­heiten der angestrebten Zielgruppe zugeschnitten sein.

Gleich­zeitig müssen Marken einen Zielpreis pro Einheit festlegen, der es ihnen ermög­licht, profi­tabel zu sein.

Deshalb sollte dein Zielpreis diese drei Ziele erfüllen:

  • Deckung der Kosten für Produktion, Marketing und Gemein­kosten
  • Renta­bi­lität für jede verkaufte Einheit (die meisten Marken streben eine Gewinn­spanne von mindestens 30 % an)
  • Den Preis­rahmen deines Zielmarktes treffen

Schritt 4

4. Wähle eine Art Kosmetik herstellen zu lassen

Wie erweckst du deine Kosme­tik­pro­dukte zum Leben?

In der Kosme­tik­branche gibt es heute nur wenige Marken, die ihre Produkte selbst herstellen.

White label versus private label Illustration

Der Indus­trie­standard ist die Verwendung von White Label und Private Label Kosmetik.

Lass uns die Vor- und Nachteile besprechen.

White Label Kosmetik herstellen lassen

Unter White Label Kosmetik herstellen lassen versteht man den Kauf von vorge­fer­tigten Produkten, die man unter seinem eigenen Label vermarkten kann.

Einige Marken entscheiden sich für diesen Weg, weil der finan­zielle Aufwand für das Bedrucken von Produkten, die bereits entwi­ckelt und getestet wurden, gering ist.

Die Mindest­be­stell­menge kann schon bei 50 Stück losgehen.

Marken, die sich für diese Option entscheiden, verkaufen jedoch keine exklu­siven Produkte. Sie sind im Wesent­lichen Wieder­ver­käufer, die unter ihrem eigenen Label verkaufen.

Indivi­duelle Anpas­sungen sind vom Tisch. Andere Marken haben ebenfalls Zugang zu demselben Produkt.

Private Label Kosmetik herstellen lassen

Private Label Kosmetik meint Kosme­tik­pro­dukte, die von einem Unter­nehmen herge­stellt, aber unter dem Namen einer anderen Marke verkauft werden.

Einfach ausge­drückt: Wenn eine Kosme­tik­marke ihre Produkte nicht selbst herstellt, handelt es sich um Private Label Kosmetik.

Du kannst mit einer bewährten Rezeptur beginnen und sie an deine Vorlieben anpassen oder eine völlig neue Formel entwi­ckeln.

Die Anpassung eines bestehenden Produkts kann Folgendes umfassen:

  • Verpa­ckung
  • Farben
  • Düfte
  • Texturen


Die Herstellung von Private Label Kosmetik erfordert eine höhere Inves­tition, da die Mindest­be­stell­menge in der Regel erst bei 1.000 Stück beginnt.

Die fertigen Produkte sind jedoch vergleichbar mit den Produkten bekannter Mittel­klasse- oder sogar High-End-Marken.

Außerdem vermeidest du das Risiko, dass die Verbraucher/innen ein identi­sches Produkt einer anderen Marke finden.

Step 5

5. Wähle oder Entwickel deine Kosmetik Formu­lierung

Wenn das Ziel ist, ein Produkt von Grund auf neu zu entwi­ckeln, kann dieser Schritt eine Weile dauern.

Wenn du dich dagegen für das White Label oder Private Label Kosmetik herstellen lässt, ist es ein Kinder­spiel.

Wähle deine Formulierung Illustration

Aber glaube nicht, dass du dich mit einer Standard­re­zeptur zufrieden geben musst, wenn du dich für Private Label Kosmetik Herstellung entscheidest.

Du kannst mit Private Label auch einzig­artige Kosmetik herstellen, die deinen indivi­du­ellen Anfor­de­rungen entspricht. Dabei musst du dich nicht um die spezi­fi­schen Inhalts­stoffe und chemi­schen Details kümmern.

Du sagst dem Kosmetik Hersteller, wonach du suchst und welche Spezi­fi­ka­tionen die Formu­lierung erfüllen soll.

Entweder hat er bereits eine passende Formu­lierung in seinem Sortiment oder er entwi­ckelt eine neue.

Schritt 6

6. Wähle und Gestalte Primär- und Sekun­där­ver­pa­ckung

Wenn es um Kosmetik geht, ist die Art und Weise, wie die Produkte verpackt werden, fast genauso wichtig wie die Produkte selbst.

Bei der Verpa­ckung gibt es zwei Ebenen zu beachten:

wähle und gestalte deine verpackung illustration

Primäre Verpa­ckung

Die Primär­ver­pa­ckung ist der Produkt­be­hälter, in den der Inhalt deines Produkts abgefüllt wird, z. B. ein Glastiegel oder eine Plastiktube.

Das ist, was der Kunde direkt in die Hand nimmt und der daher sowohl funktional als auch ästhe­tisch anspre­chend sein muss.

Denke daran, dass du die Verpa­ckung nur frei auswählen und gestalten kannst, wenn du dich für eine Private Label Kosmetik Herstellung entschiedest. Bei der White Label Herstellung kann die Primär­ver­pa­ckung nicht geändert werden.

Sekundäre Verpa­ckung

Eine Sekun­där­ver­pa­ckung ist eine zusätz­liche Schicht wie eine Schachtel oder ein Karton, in der das Produkt verkauft wird.

Die Sekun­där­ver­pa­ckung schützt nicht nur das Produkt, sondern bietet eine hervor­ra­gende Gelegenheit für Marken, sich mit kreativen Designs abzuheben und Produkt­in­for­ma­tionen deutlich darzu­stellen, ohne den Haupt­be­hälter zu überladen.

Viele Marken nutzen es, um ihr Branding zu stärken.

Schritt 7

7. Entwickle eine Verkaufs­stra­tegie

Wie wirst du deine neuen Produkte verkaufen?

Viele neue Marken nutzen den Direkt­ver­trieb über einen eigenen Onlineshop.

entwickle eine verkaufsstrategie illustration

Tatsächlich haben viele milli­ar­den­schwere Unter­nehmen ihre Anfänge mit einfachen Shopify-Shops gemacht. Und sie nutzen Shopify sogar noch heute!

Obwohl E‑Commerce der einfachste Einstieg ist, müssen auch junge Marken den Traum vom Verkauf in den großen Einzel­händlern nicht aufgeben.

Sobald du dein Sortiment zusam­men­ge­stellt hast, kannst du dich bei Sephora, Douglas und anderen bekannten Einzel­händlern bewerben.

Während der Vertrieb über solche Droge­rie­ketten zu gut bezahlten Verträgen führen kann, solltest du nie deine Unabhän­gigkeit verlieren. 

Für maximale Unabhän­gigkeit solltest du neben dem Online-Shop, früher oder später über einen eigenen Store nachdenken.

Schritt 8

8. Beachte lokale Gesetze & Vorschriften

Die Kosme­tik­in­dustrie ist streng reguliert. Wenn du sichere Kosmetik Produkte herstellen lassen möchtest, geht es nicht nur darum, gesetz­liche Kosme­tik­vor­schriften zu erfüllen.

Sicherheit und Trans­parenz werden für die Verbraucher immer wichtiger, vor allem wenn es um Produkte geht, die auf der Haut aufge­tragen werden.

Kosmetik Vorschriften Funnel illustration

Jede Marke, die Kosmetik herstellen lassen möchte, muss die folgenden Bestim­mungen einhalten:

  • Staat­liche, bundes­staat­liche und inter­na­tionale Sicher­heits­vor­schriften für Kosmetika.
  • Herstel­lungs­vor­schriften für die Beschaffung, Formu­lierung und Produktion. Wenn du mit einem vertrau­ens­wür­digen Hersteller zusam­men­ar­beitest, werden diese Vorschriften für dich erledigt.
  • Kennzeich­nungs­vor­schriften, die eine genaue Auflistung der Inhalts­stoffe, Füllmenge und mehr gewähr­leisten.
  • Marke­ting­vor­schriften, die Verbraucher vor irrefüh­renden Behaup­tungen schützen.


Keine Marke möchte riskieren, dass ihr Ruf durch einen großen Rechts­streit beschädigt wird.

Du kannst mit einem Private Label Hersteller wie uns zusam­men­ar­beiten, um zu überprüfen, ob alle Vorschriften einge­halten werden.

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Charlotte Wagner

"Nach meinem Bachelor & Master in Beauty Management an der mAHS (media Akademie Hochschule Stuttgart) arbeite ich hauptberuflich in der Beratung von Start-ups und mittelständischen Unternehmen der Kosmetikbranche. Meine Leidenschaft für das Schreiben habe ich schon früh entdeckt, sodass ich es nun als Hobbyautorin betreibe."

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